Die Politik hätschelt den Kommerz, der Verlust geht zu Lasten aller

Veranstaltungshinweis:



Die neuen Standpunkte (Mai 2017) des Münchner Forums enthalten auch einen unbedingt lesenswerten Artikel zum aktuellen Verlauf der Fronten rund um die Alte Akademie.
Daraus möchten wir zitieren, in welch irre Situation sich Prof. Mathias Pfeil mit seiner Haltung noch bringen wird:
„In jüngster Vergangenheit wurden von seiner staatlichen Denkmalschutzbehörde historischen Gebäuden die Denkmalwürdigkeit versagt und sie dem Abriss anheim gegeben – unter Verweis darauf, dass diese Gebäude im Innern über die Jahre teilweise umgebaut worden seien und damit nicht mehr den Zustand ihrer Entstehung in aller Reinheit widerspiegelten. Anders aber im Falle der Alten Akademie: Hier lässt der Generalkonservator den Umbau des denkmalgeschützten Akademie-Gebäudes mit sehr weitgehenden inneren und äußeren Eingriffen zu. Dies betrifft vor allem auch den „Hettlage-Bau“, der in seiner Gesamtheit als charakteristisches Bauwerk der Wiederaufbauzeit in die Denkmalliste eingetragen ist. Hier lässt das Landesamt den Totalabbruch mit der Maßgabe der Wiederherstellung der Fassade an der Neuhauser Straße zu. Nach den strengen Maßstäben, die sein Amt an andere denkmalgeschützte und denkmalwürdige Gebäude anlegt, müsste die Alte Akademie nach den Umbauten ihren Denkmalstatus verlieren – soll es etwa darauf hinauslaufen?“

Nachtrag: Die Veranstaltung war mit 120 Teilnehmern gut besucht. Von CSU und SPD war kein einziger Stadtrat erschienen. Zunächst trug Herr Uhmann vom Planungsreferat dessen Beschlussentwurf  vor, als sei es der normale, wohlbedachte Gang der Dinge. Durch die anderen Podiumsteilnehmer und das Publikum kam eine andere Haltung zum Ausdruck und es wurden viele wichtige Einzelheiten bekannt. Ein starkes Votum für die Arkaden und gegen das Kommerzprojekt, das SIGNA mit der Alten Akademie insgesamt vorhat. Sie können sich die Podiumsdiskussion anhören unter
http://muenchner-forum.de/wp-content/uploads/2017/05/Mitschnitt-_Alte_Akademie.mp3
Am Ende (1:59) sprach Gert Goergens als Jury-Mitglied über den Wettbewerb. Daraus: “ … Wir hatten keine Arbeiten, die besser waren. Das war das große Problem. Was machen Sie mit einem Wettbewerb, wo am Ende alle Arbeiten nicht umsetzbar sind? Dann suchen Sie nach der, die noch am ehesten umsetzbar ist. …“

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