Die durch Benko geschädigten Menschen haben ein Gesicht. Benko hat keines.

Die Mittelbayrische Zeitung veröffentlichte am Wochenende einen Bericht über einen Abteilungsleiter, dem als Sparmaßnahme 2018 gekündigt worden war – nach 45 Arbeitsjahren für Kaufhof. Mit den Fristen entsprechend der Betriebszugehörigkeit endete das Arbeitsverhältnis 2020 erst nach Beginn des Insolvenzverfahrens. Dadurch wurde er zum „Gläubiger“ und muss nun vor Gerichten um die ihm zustehende Abfindung kämpfen, der Ausgang ist ungewiss. Hier der ganze Artikel.

Während Benko als „Schlawiner“, als begnadeter Unternehmer mit dem goldenen Händchen noch immer von Banken und Politikerinnen unterstützt wird*, wurden tausende Beschäftigte entlassen und viele noch zusätzlich um ihre Abfindungen geprellt. Manche Presse schreibt davon, dass Benko „Neider“ (z.B. die SZ vom 30.10.) habe – nein, es sind Menschen, die durch ihre Arbeit die tatsächliche Basis schaffen, damit ein Benko überhaupt jonglieren kann – Benko selbst erarbeitet nichts. Nach der ersten Schließungswelle und Insolvenz kommt nun die Insolvenz Nr.2 nach genau demselben Muster. Wieder sollen die Beschäftigten, auch die Lieferanten und Vermieter bluten. 

Und der talentierte Herr Benko – greifbar sein, Verantwortung übernehmen?

Letzte Woche vor Gericht im Wiener Korruptionsverfahren. Er ist ja wegen einer ähnlichen Sache bekanntlich schon 2013 aus dem „operativen Geschäft“ ausgestiegen.

Die Frage, ob er er in der Signa der Chef sei, wollte Benko so nicht bejahen. Er verwies auf die Vielzahl an Firmen des Konzerns und das jeweilige Management bzw. den Aufsichtsrat. Worauf einer der Vertreter der Staatsanwaltschaft konkret wissen wollte: „Was tun sie?“ „Also langweilig wird mir nicht“, beteuerte Benko. Er habe mit den unterschiedlichen Unternehmen Beraterverträge. Er begleite auch die Vorstände bei der Betreuung von Investoren oder von großen Mietern. Man diskutiere Projekte, man diskutiere Architektur. „So füllt sich schon der Tag.“
„Ich hab mich gefragt, warum ich hier sitze“, meint er. Er sei für die Medien das Gesicht von Signa. Aber die Geschäftsführer würden die Unternehmen leiten. (Tiroler Tageszeitung)

* Siehe Hamburg. Der Harakiri-Bau des Elbtower soll nächste Woche endgültig durch Rot/Grün fixiert werden. Der arrogante SIGNA-Vorstand Timo Herzberg kann sich da auf seine Gesellen verlassen: „Bei aller Vorfreude hat Herzberg aber auch die Kritiker im Blick – und teilte gegen „zwei Bürgerschaftsabgeordnete“ aus, deren Namen er nicht nannte: Die würden mit ihren Äußerungen gegen das Projekt nur Aufmerksamkeit erzielen wollen. Den Bau könnten sie damit aber auch nicht mehr verhindern.“ (Hamburger Morgenpost)

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