Ein großes herzliches Dankeschön und viel Erfolg!

Nachtrag Oktober: Interview mit Brigitta Michail in Standpunkte 10/2017, Seite 21.

Juni: Der Brief von Brigitta Michail liegt jetzt öffentlich vor, abgedruckt auf Seite 7 der Standpunkte 6/2017 des Münchner Forums. Darin spricht Frau Michail neben den Arkaden auch das Hettlage-Kaufhaus mit der großen Rundtreppe an.


Nach gestriger Pressemeldung hat die Tochter des Architekten Josef Wiedemann Urheberrechte an der Gestaltung der Alten Akademie geltend gemacht. Damit ändert sich schlagartig die ganze Situation! Wenn das Recht helfen kann, ein erst vor gut 60 Jahre erneuertes Baukunstwerk vor der Verhunzung zu bewahren, dann soll es auch genützt werden – nachdem an erster Stelle der Staat, dann der staatliche Denkmalschutz, die Stadtplanungsbehörde und involvierte Stadträte diesen Schutz nicht gegeben haben. Nächste Woche wäre wahrscheinlich vom Planungsausschuss des Stadtrats eine Entscheidung pro Zerstörung gefällt worden – alles weitere in dieser Richtung ist abgesagt!

SIGNA brennt der Hut

Juristische Aspekte stünden nicht im Vordergrund, sagt Signa-Sprecher Robert Leingruber. Man wolle nun überzeugen, „wie behutsam und sensibel wir bei der Modernisierung der Alten Akademie mit dem Komplex umgehen“. (SZ) Schlechte Aussichten, wenn – ausgehend vom Bauwerk selbst, seiner Kunst und seiner städtebaulichen Qualität – neu diskutiert wird und die Möglichkeiten der Macht, des Geldes, der Verschleierung, der Beziehungsgeflechte dahinter zurücktreten. Die juristische Panzerwaffe, SIGNA-Baurechtsberater Alfred Sauter (Mitglied des Landtags und des CSU-Präsidiums) wird in die hinteren Linien zurückgezogen. Der ausgebuffteste, teuerste und bisher so hilfreiche Anwalt, immer wenn es um staatliche Immobilien geht, hat Pause. In Fachkreisen wird das Vergessen des Urheberrechtsschutzes sprichwörtlich als „Sauter-Panne“. Die Freunde SIGNAs im Rathaus werden eine Umorientierungsphase brauchen, aber das wird sich geben.

Eine bessere Lösung in Aussicht

Es waren viele andere Vorschläge da, was man in der alten Akademie weiter machen kann. Haus des Wissens, Musikschule, Museum, Begegnungsort – für viele öffentliche Aktivitäten ist in dem Ensemble Platz, die seinen Charakter erhalten werden. Und dann ist behutsamer Umgang mit der Bausubstanz wirklich möglich statt dessen manipulativer Behauptung. Ein Kompromiss und halbe Sachen wären keine Lösung. Jetzt muss weitergedacht werden an die Rückabwicklung des Kaufvertrags und einen baldigen Neubeginn!

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